Wärmepumpen-Absatzzahlen für 2010

Die Branchenstatistik des Bundesverband Wärmepumpe (BWP) für 2010 zeigt einen leichten Rückgang der Absatzzahlen: Im Vergleich zum Vorjahr wurden mit 51.000 Stück 7 Prozent weniger Wärmepumpen verkauft. Damit konsolidiert sich der Markt trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen über der 50.000-Stück-Marke. Im Trend liegen Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen sowie Luft/Wasser-Wärmepumpen.


2010 konsolidiert sich der Wärmepumpen-Absatz trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bei über 50.000 verkauften Wärmepumpen.

Nach dem regelrechten Wärmepumpen-Boom in 2008, bei dem die Branche eine Absatzsteigerung von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen konnte, konsolidiert sich der Markt damit mit mehr als 50.000 verkauften Heizungs-Wärmepumpen deutlich über dem Niveau von 2007. Neben der 2010 anhaltend schlechten Wirtschaftslage und den niedrigen Öl- und Gaspreisen schlägt sich in den aktuellen Marktzahlen auch die unglückliche Förderpolitik der Bundesregierung nieder: Das Stop-and-Go im Marktanreizprogramm habe den Markt nachhaltig verunsichert.

Im Trend liegen Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen sowie Luft/Wasser-Wärmepumpen, deren Anzahl 2010 erstmals die erdgekoppelten Wärmepumpen übertroffen hat: 26.500 Luft-Geräte kommen auf einen Anteil von 52 Prozent, während die 24.500 erdgekoppelten Anlagen 48 Prozent des Wärmepumpen-Absatzes ausmachen. Luft-Geräte haben entgegen dem Trend einen Zuwachs von 9 Prozent zum Vorjahreswert von 24.400 Geräten verzeichnet. Neben dem günstigeren Anschaffungspreis für Luft-Wärmepumpen trägt auch die vielerorts komplizierte Genehmigungspraxis zu den sinkenden Zahlen der erdgekoppelten Anlagen bei: Während 2009 noch 30.400 Anlagen verkauft wurden, ist der Anteil 2010 um 19 Prozent auf 24.500 Geräte gesunken. Auch bei Brauchwasser-Wärmepumpen ist ein Rückgang zu verzeichnen: Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2000 Stück weniger verkauft, so dass der Absatz um 19 Prozent auf 8400 Brauchwasser-Wärmepumpen gesunken ist.

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