Photovoltaik wird erwachsen

Der Photovoltaikmarkt in der Bundesrepublik Deutschland hat in den vergangenen Jahren ein dramatisches Wachstum erfahren. So verdoppelte sich das Marktvolumen seit dem Jahr 2005 jährlich und konnte bereits Ende 2009 mit einer installierten Jahresleistung von mehr als 8 Gigawatt die Leistungsfähigkeit eines Kernkraftwerkes neuer Bauart übertreffen. Damit hat sich die solare Stromerzeugung von einer „ökologischen Spinnerei“ zu einem ernstzunehmenden ökonomischen Faktor gewandelt. Auch für Wohnungsunternehmen ist Photovoltaik (PV) ein einträgliches Geschäft – wenn der richtige Partner gefunden ist.


Auch in der Wohnungswirtschaft bieten kleine und große Objekte genügend Fläche für PV-Anlagen.

Während im Bereich der Einfamilienhäuser, bei landwirtschaftlichen Anwesen und bei Großprojekten auf Industrie und Freiflächen das Marktvolumen und die Erträge aus Photovoltaikflächen seit Jahren kontinuierlich angewachsen sind, werden auf nutzbaren Flächen der Immobilienwirtschaft bisher mögliche Erträge aus ungenutzten Dachflächen kaum realisiert. Dabei liegt hier mit Anlagengrößen zwischen 15 und 25 Kilowatt Peakleistung eigentlich der größte Markt. Doch warum installiert die Wohnungswirtschaft auf ihren Dächern kaum PV-Anlagen? Die Gründe sind vielfältig: Zum einen gibt es abweichende Abschreibungsphasen zwischen Gebäuden und PV-Anlagen, zum anderen können sich mögliche Konflikte aus dem Amortisationszeitraum einer PV-Anlage und den Aus- oder Umbauplänen für eine Liegenschaft ergeben. Des weiteren spielen technische Unwägbarkeiten, ein hoher Verwaltungsaufwand im Anlagenbetrieb und das hohe Investitionsvolumen in PV-Anlagen ein Rolle.

Die Wohnungswirtschaft nicht alleine lassen

Insgesamt kommt so auf jeden Gebäudeeigentümer ein Strauß von offenen Fragen und Bedingungen zu, der bisher viele von einer Realisierung abgehalten hat. Denn im Gegensatz zu den Privateigentümern, die sich selbst um das Thema kümmern, oder den Industriehallenbesitzern, die von Fonds der operativen Umsetzung entbunden werden, wird das wohnungswirtschaftliche Unternehmen mit der Vielzahl der Fragen von den markttypischen, vorwiegend verkaufsorientierten Anbietern alleine gelassen. „Grundsätzlich möchte der Dacheigentümer auch während der Nutzungszeit den Zugriff auf sein eigenes Dach gewährleistet sehen und verständlicherweise keine Gefahren die sich aus einer Belegung ergeben könnten. Darüber hinaus stellen sich für jeden Dacheigentümer spätestens bei der Umsetzung Fragen der Lebensdauer und des Abbaus. Ergänzend kommt hinzu, dass während der Betriebszeit die Anlage überwacht, gewartet und verwaltet werden muss.“ erklärt Matthias Bäcker, der projektverantwortliche Vorstand von PV-B. Das Unternehmen aus der Kathrein-Firmengruppe hat sich mit seiner Schwestergesellschaft PV-V darauf spezialisiert, Wohnungsbaugesellschaften präzise abgestimmte Erwerbs- und Betriebs-Konzepte zur Umsetzung von Photovoltaikanlagen für die individuell sehr unterschiedlichen Ansprüche anzubieten. Die PV-V steht der Wohnungswirtschaft mit überregional tätige Teams als kompetente Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung. Um darüber hinaus die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen besser an den Anforderungen ausrichten zu können, steht die PV-B als Betriebsgesellschaft zur Verfügung. Sie verwaltet und betreut gemeinsam verwirklichte Projekte. Beide Unternehmen partizipieren dabei als Unternehmen der Kathrein-Firmengruppe an den langjährigen Erfahrungen dieses der Wohnungswirtschaft eng verbundenen Konzerns.

Partnerprojekte bieten Vorteile

Bei der Realisierung von PV-Anlagen in der Wohnungswirtschaft gewinnen partnerschaftliche Modelle zunehmend an Wichtigkeit. Denn neben einer effektiven Nutzung von Know-how und entsprechenden Degressionseffekten können auch Einsparungen bei den Herstellkosten realisiert werden. Bei partnerschaftlich durchgeführten Projekten kann der Immobilieneigentümer das Potential für Erträge aus Photovoltaik um ein Vielfaches erhöhen. Im Unterschied zum Eigenbetrieb einer Anlage prüft die PV-B nicht die Rendite einer einzelnen Anlage sondern ein gesamtheitlich betrachtetes Portfolio – aus der Gesamtheit des Immobilienbestands wird ein PV-Projekt. Durch die Optimierung der Herstellkosten sowie des Verwaltungs- und Wartungsaufwandes ergibt sich deshalb für Wohnungsunternehmen eine höhere Rendite über einen Zeitraum von 20 Jahren hinweg. Alle operativen Prozesse, das heißt von der Objektbewertung über die Anlagenerrichtung und -finanzierung, vom technischen Betrieb bis zur Abrechnung aller Anlagen, werden dabei von der PV-B abgewickelt. Der im Vorfeld notwendige Aufbau von technischem Fachwissen entfällt somit ebenso wie die Vorhaltung von Personalkapazitäten für den reibungslosen Anlagenbetrieb.

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