Keine bösen Überraschungen bei den Heizkosten 2012 – für 2013 Kostensteigerung um bis zu zwölf Prozent erwartet


Endlich ist er da, der heiß ersehnte Frühling – und mit ihm wärmere Temperaturen. Dieser Winter war lang und kalt. Vor rund fünf Monaten fiel der erste Schnee und der März brachte Rekordtiefsttemperaturen. Das ging an den Energiereserven nicht spurlos vorbei. Der durchschnittliche Füllstand der 48 großen Erdgasspeicher in Deutschland fiel Anfang April auf ein historisches Tief von 20 Prozent, wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Daten des europäischen Verbandes Gas Infrastructure Europe (GIE) kürzlich berichtete. Das treibt den Preis langfristig nach oben.

Nur leichter Anstieg der Heizkosten 2012

Vorerst gibt der Energiedienstleister Minol, der rund 1,4 Millionen Heizkos-tenabrechnungen ausgewertet hat, aber Entwarnung: Die meisten Haushalte werden von der Heizkostenabrechnung für das Kalenderjahr 2012, die sie in den kommenden Wochen im Briefkasten finden, nicht negativ überrascht. „Der durchschnittliche Energieverbrauch 2012 ist gegenüber dem Abrechnungsjahr 2011 sogar etwas gesunken“, sagt Frank Peters, Abrechnungsexperte bei Minol. „Gleichzeitig sind die Preise für Heizöl, Erdgas und Fernwärme aber gestiegen. Unterm Strich verzeichnen wir einen leichten Anstieg der Heizkosten im Vergleich zu 2011.“ Der Energieverbrauch pro Quadratmeter ist in Mehrfamilienhäusern um 6,4 Prozent zurückgegangen. Das liegt laut Minol unter anderem daran, dass immer mehr modernisierte Liegenschaften zum Bestand zählen. Außerdem sei schon seit einigen Jahren zu beobachten, dass die Menschen bewusster mit Energie umgingen. Die durchschnittlichen Kosten für Heizung und Warmwasser in Mehrfamilien-häusern lagen 2011 noch bei rund 11,90 € pro Quadratmeter, 2012 bei rund 12,40 € – ein Plus von 4,2 Prozent. So mussten zum Beispiel Bewohner einer 80-Quadratmeter-Wohnung rund 40 € mehr berappen.

Energiesparen lohnt sich

Bei der Abrechnung für das Kalenderjahr 2013 werden sich der kalte Winter und die steigenden Energiepreise allerdings stärker bemerkbar machen. Minol rechnet mit einer Kostensteigerung von bis zu zwölf Prozent. „Allein der März 2013 war mit 550,5 Gradtagzahlen in der Region Stuttgart im Vergleich zu den Märzmonaten 2011 und 2012 in der Tat nicht nur gefühlt, sondern auch messbar um rund 30 Prozent kälter. Im März 2012 wurden nur 370,2 Gradtagzahlen gemessen“, sagt Peters. Gradtagzahlen geben Auskunft über die durchschnittliche Differenz zwischen Raum- und Außentemperatur und sind damit ein Maßstab für den Heizwärmebedarf.

Der bewusste Umgang mit Energie lohnt sich für Verbraucher also mehr denn je. „Vermieter und Verwalter sollten darauf achten, dass die Heizungsanlage korrekt eingestellt ist“, betont Frank Peters. Richtiges Heizen und Lüften spare außerdem Kosten. Wer seinen Alltag energiebewusst gestaltet, kann der Abrechnung 2013 trotz allem entspannt entgegenblicken – und den Frühling nun doppelt genießen. Tipps zum Energiesparen gibt es auf www.minol.de/heizkosten-sparen. Unter www.heizkostenprognose.de können Mieter ihre Heizkosten treffsicher berechnen. Die Heizkostenprognose gibt auch Empfehlungen, wie hoch Vermieter die monatliche Vorauszahlung ansetzen sollten.

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