Biogas boomt – die Anlagen brauchen jedoch besonderen Schutz

Biogasanlagen gewinnen zunehmend an Bedeutung. 1000 neue Biogasanlagen sind für dieses Jahr geplant, im Bau oder bereits fertig gestellt. Die dazugehörige Technik ist ausgereift und sicher, daher profitieren immer mehr Landwirte vom Biogas-Boom und investieren in die Technik. Damit die Anlage möglichst lange erhalten bleibt, muss sie gut geschützt werden.


Die wichtigen Teile einer Biogasanlage: 1: Fermenter, 2: Technikräume, 3: Güllebehälter als Substratlager, 4: Lager der Kosubstrate

Die technischen Abläufe der Verwertung von Biomasse in saubere Energie für ganze Dörfer können sicher beherrscht werden. Ein Problem hingegen ist der Betonschutz. Bei der Zersetzung organischer Verbindungen kommt es durch die Abbauprodukte zwangsläufig zu massiven Schädigungen von ungeschütztem Beton. Im Sanierungsfall zwar beherrschbar, aber durch Ausfallzeiten der Anlage sehr kostenintensiv. Besser sind daher Schutzsysteme, die schon im Neubau eingebaut werden. Das Unternehmen MT-Energie verarbeitet mehr als 20 Tonnen des streich- und spritzfähigen Epoxy Universal pro Jahr, um den Wert der Behälter aus Beton für ihre Biogasanlagen, Güllesilos und Faultürme dauerhaft zu erhalten.

Substanzverlust und Korrosion bei ungeschütztem Beton

Im oberen Bereich, dem sogenannten Gasraum, bildet sich aus Kohlendioxid und Wasser Kohlensäure, die zu einer Bewehrungskorrosion durch Karbonatisierung führt, mit den damit verbundenen Ablösungen ganzer Oberflächenbereiche des Betons. Der ebenfalls im Biogas befindliche toxische Schwefelwasserstoff wird bei geeigneten Bedingungen durch Thiobazillen in Schwefelsäure umgewandelt. Die bewirkt ebenfalls einen sauren Abbau der Kalkanteile im Beton. Der bei dieser Abbaureaktion gebildete Gips, schädigt bei Kontakt mit Feuchtigkeit zusätzlich das Gefüge durch Aufquellen. Im unteren Schlammbereich des Fermenters kommt es durch den direkten Kontakt der Gülle und Kosubstrate zu einem Säureangriff auf den Beton, der zu einem Abtragen der calzitischen Betoninhaltsstoffe führt. Hierbei steigt der Substanzverlust mit sinkendem PH-Wert und steigender Temperatur deutlich an.

Besonders aggressiv ist die Korrosion in der Wechselzone von Schlamm- und Gasbereich durch die wechselnden Füllstände im Fermenter. Zuverlässigen Schutz dagegen bietet Epoxy Universal. Die chemikalienbeständige, rissüberbrückende, lösemittelhaltige Epoxydharzbeschichtung wird in Biogas- und Abwasseranlagen sowie Klär- und Güllebecken eingesetzt. Das teerfreie Produkt ist thixotrop, streich- und spritzfähig eingestellt und lässt mit seiner Abfolge schwarz-rot-schwarz die Arbeitsfolge leicht erkennen.

Die Produktion von Biogas erfordert in der Regel Rinder- oder Schweinegülle als Basis. Eine deutliche Verbesserung des Wirkungsgrads wird durch die Beigabe von sogenannten Ko-Subtraten erzielt, wie Maissilage und Getreide, sowie Backabfälle und Speisefette. Diese Ko-Substrate müssen im Fahrsilo zwischengelagert beziehungsweise in der Vorgrube aufbereitet werden. Auch diese Betonflächen müssen geschützt sein.

Weitere Bauteile sind Kondensabscheider aus Beton und Lager für Zünddiesel oder Gastanks. Hier sind Flächen nach WHG- oder EX-Gesichtspunkten auszustatten durch Schutzanstriche und ableitfähige Versiegelungen etc.

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