

Oben: Das sanierte Objekt hat seinen historischen Charakter behalten. Nach einer Teilung in früheren Jahren gehört der sanierte Teil heute zum Bestand des Beamtenwohnungsvereins.

Unten: Perfekte Planung, moderne Bautechnik und handwerkliches Können
Die obenstehende Gebäudeabbildung ist Teil der damaligen Planungsunterlagen. Der Baustil und die Fassadengestaltung erinnern aus heutiger Sicht an den Zeitgeschmack der 20er-Jahre mit historisierenden Gestaltungselementen wie Turmanbauten, Gauben, Bossen und Faschen. Dieses „großbürgerliche” Ambiente erfährt aktuell große Symphathien bei Wohnungsinteressenten. Verbunden allerdings mit der Erwartung, dass der Charme vergangener Jahre mit zeitgemäßem Wohnkomfort aufwartet.
Die alte Ansicht bewahren und die „inneren Werte“ zeitgemäß verbessern
Wohnkomfort wird heute nach energetischer Ausstattung bewertet. Deshalb galten zwei Vorgaben für alle beteiligten Firmen bei der Objektsanierung: Die historische Ansicht musste gewahrt bleiben, gleichzeitig der neueste energetische Stand der EnEV vom September 2009 erfüllt werden. Das forderte technisch wie stilistisch große Anforderungen bei der Fassaden-Außendämmung und beim Fensterbau. Fenstereinteilungen mit Sprossen, Oberlichtern, Stulp- und Pfostenprofilen mussten, technisch aktuell, dem alten Stil entsprechen. Das von der Firma Porsche montierte Fenster „Castello” von Weru erfüllte alle energetischen Ansprüche. Die integrierten, wärmegedämmten Aufsatzrollläden konnten, wie gefordert, in vorhandene Mauerwerkskästen eingesetzt werden, ohne dabei die Fassadenansicht zu verändern. Deren Profilierung, wie zum Beispiel Faschen und Bossen bei der Außendämmung, beizubehalten, war für die Rudolf Moll GmbH aus Emmering eine besondere Herausforderung, die exzellent umgesetzt und farbharmonisch gestaltet wurde. So bindet zum Beispiel im Eingangsbereich das frische Farbkonzept das Naturstein-Portal wirkungsvoll ein. Abgestimmt auf die geplante Fassadensanierung war bereits ein Jahr zuvor die Dachsanierung sowie die Dämmung der Keller- und Speicherdecken durchgeführt worden. Perfekt geplant vom Ingenieurbüro Volker Simon, Babenried, führte die enge Abstimmung zwischen dem Auftraggeber und allen Ausführenden zu einem beeindruckenden Ergebnis. Aus dem „Altbau“ ist ein attraktives und begehrtes „Schmuckkästchen“ geworden.